Autor dieses Artikels ist Hendrik Stoltenberg, der die Bachelorarbeit verfasst hat.
Manche von euch erinnern sich vielleicht noch an die ersten paar Wochen des Sommers, die uns wirklich gutes Wetter bescherten. Hoffentlich konntet ihr diese nutzen, denn leider hat mein Zeitplan Sonne nicht vorgesehen.
Genauer gesagt habe ich mich einem Thema gewidmet habe, welches sich als umfangreicher und komplizierter herausstellen sollte als anfänglich gedacht. Wenn ich jedoch gewusst hätte, dass Calle mir so Tatkräftig zur Seite steht und ich auch noch meinen ersten Artikel auf A2P schreiben darf, wäre das gute Wetter nur halb so schlimm gewesen
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Ein Grimme-Preis für einen Blog, sowie die Ernennung einer Bloggerin zur Chefredakteurin und dann zur Geschäftsführerin. Nicht nur diese Meldungen zeigen wie wichtig der Blog im deutschsprachigen Raum geworden ist. Ebenso die Wahl von „You“ zur „Person of the Year“ des Time Magazin.
Es sind die stetigen und massiven Veränderungen des Internets, die das Social Web in hohem Maße prägen. Die Tatsache, dass das Time Magazin jeden von uns zur Person des Jahres ernannt hat, lässt erkennen wie hoch der partizipative Charakter des „Neuen Internets“ ist.
Ihr fragt euch sicherlich: „Von was redet der Typ bloß?“
Das in kursiv sind die ersten Zeilen der Einleitung meiner Bachelorarbeit in der ich mich mit dem Thema Blogs beschäftige. Nicht immer ganz einfach bei so einer Arbeit, ist die exakte Themenfindung, aber da ich aber selbst gerne und viel fotografiere war die thematische Ausrichtung relativ schnell gefunden.
Entgegen gekommen ist mir, dass die bisherigen wissenschaftlichen Herangehensweisen, Blogs eher als gesamtgesellschaftliches Phänomen betrachten und nur sehr sporadisch auf die Thematik der Blogs eingeht. Somit ergab sich die forschungsleitende Frage:
„Aus welchen Motiven führen Blogger fotospezifische Weblogs?“
Die Bachelorarbeit widmet sich der Frage, wieso sich Menschen mit dem Bloggen beschäftigen. Speziell ausgerichtet auf die Intention die dahinter steckt. Natürlich neigt man dazu dies einfach so abzutun und denkt: „Wieso bloggt jemand? Weils Spaß macht natürlich!“ Dies stimmt soweit auch, das Ganze ist aber doch komplexer und der Spaß ist definitiv nicht der einzige Grund. Ich will euch nicht mit dem gesamten Inhalt meiner Arbeit langweilen sondern erläutere Zusammengefasst meine Ergebnisse. Hier sei darauf hingewiesen, dass diese natürlich keinen repräsentativen Anspruch haben. Es ist eine qualitative Arbeit gewesen bei sich 14 Blogger (zwei Frauen und zwölf Männer) dazu bereiterklärt haben teilzunehmen.
Eine der ersten Auffälligkeiten ist die langjährige Interneterfahrung der Befragten. Mit meist mehr als zwölf Jahren Internettätigkeit und diese teilweise seit den Anfängen des Internets, sind alle befragten Blogger sehr affin mit dem Umgang im Netz. Außerdem zeichnet sich eine extrem hohe tägliche Nutzung von teilweise mehr als 6h ab.
Als Beantwortung der Frage „Aus welchen Motiven führen Blogger fotospezifische Weblogs?“ lässt sich zusammenfassen sagen:
Geht man mehr in die Details gibt es drei Gründe, die am Meisten genannt wurden:
- Leserfeedback
- Sprachrohr
- Hobby
Der am meistgenannte Grund ist der wechselseitige Kommunikationsaspekt des Blogs, der unter Leserfeedback zusammengefasst wurde. Die Kommentarfunktion und damit verbunden, das Erhalten von Kommentaren stellte die Hauptintention dar.
An zweiter Stelle kristallisierte sich heraus, dass gebloggt wird um einen eigenen Kanal zum Veröffentlichen zu haben. Betitelt mit „Sprachrohr“, gaben ebenfalls fast alle Befragten an, dass sie es genießen die eigenen Meinungen, Erfahrung, Fotos, etc. auf ihrem Blog ohne Einschränkung zur Verfügung stellen können.
Und an dritter Stelle wurde das Hobby genannt. Fotografie ist, so denke ich, bei alle Befragten Hobby und oder Beruf, was dann eigentlich zu Platz eins führen sollte. Dennoch sehen ein paar andere dies nicht als erwähnenswert bzw. als Grund für ihren Blog an.
Die weniger genannten Ausprägungen will ich auch erwähnen aber nicht groß erläutern. Die Folgende Auflistung geht mit der erwähnten Häufigkeit abwärts.
- Andere Menschen inspirieren
- Kontakte knüpfen
- Eigene Bilder Präsentieren
- Informationsaustausch
- Wissensweitergabe
- Persönlicher Lerneffekt
- Inhalte Sammeln
- Spaß
- Gedanken sortieren/umsetzen
Interessanterweise ist eine Diskrepanz zwischen den Inhalten des Blogs und der Intention die eigenen Bilder zu veröffentlichen, zu erkennen. Da auf die Resonanz anderer, bezüglich publizierter Inhalte sehr großen Wert gelegt wird, besteht eine weitere Annahme darin, die eigenen Fotos würden „nur“ gebloggt um positive Rückmeldungen zu bekommen.
Als Beantwortung der Frage „Aus welchen Motiven führen Blogger fotospezifische Weblogs?“ lässt sich zusammenfassen sagen: Gebloggt wird, auf Grund von Leserfeedback und um einen eigenen Kanal zum Veröffentlichen zu haben. Diese beiden und einige andere genannte Gründe lassen die Menschen einen Blog mit fotografischem Inhalt führen.
Der wichtigste Faktor an der vorliegenden Arbeit ist allerdings, die Feststellung, dass die Motive einen Blog zu betreiben in der Individualität des einzelnen liegen. Klingt banal, ist aber dennoch ein wichtiger Punkt, der aussagt, dass man nicht pauschalisieren kann und darf. Es stellen sich Gratifikationen ein, die den Blogger zufrieden stellen müssen, da einen Blog regelmäßig mit Content zu versorgen durchaus zeitaufwändig ist. Diese, durch persönliche Gratifikationen beeinflussten Handlungen, sind von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Unterschiedliches Alter, Geschlecht, Bildung, und Beruf gehören zu den stärkeren und prägenderen Faktoren. Es ist auf Grund der Individualität jedes Einzelnen sehr interessant zu sehen wo die Intentionen liegen und woher diese Stammen. Man sieht nämlich, dass der eingangs genannt „Spaß“ eigentlich nicht zum Tragen kam. Logisch, er versteckt sich zum Teil in den anderen Ausprägungen, ist aber kein Hauptaspekt.
Und da meine Forschung nun gezeigt hat, dass wir hauptsächlich für Leserfeedback bloggen möchte ich hier viele Kommentare sehen ![]()
Vielleicht könnt ihr ja auch schreiben was euer persönlicher Hauptgrund ist um zu bloggen.
Abschließend möchte ich mich bei allen Beteiligten sehr herzlich bedanken und mich auch gleichzeitig bei denen entschuldigen, die mich gebeten haben ihnen die Ergebnisse zuzusenden. Auf Grund eines ziemlich unschönen Festplattenfehlers habe ich jegliche Kontaktdaten verloren und nur noch die anonymisierten Namen in der Bachelorarbeit. Vielleicht entdeckt ihr ja diesen Artikel auf A2P


Ich meine, dabei gewesen zu sein – kann mich noch dunkel an deinen Namen erinnern, Hendrik.
Schöne Grüße und danke für deine Mühe, deine Bachelorarbeit über dieses Thema zu schreiben.
Blendwerk
Yay, ich machte mit und bin froh, hier ein paar Ergebnisse lesen zu können. Danke.
[...] Foto-Weblogs als Bachelorarbeit – Eine Art Resümee → Eine der ersten Auffälligkeiten ist die langjährige Interneterfahrung der Befragten. Mit meist mehr als zwölf Jahren Internettätigkeit und diese teilweise seit den Anfängen des Internets, sind alle befragten Blogger sehr affin mit dem Umgang im Netz. Außerdem zeichnet sich eine extrem hohe tägliche Nutzung von teilweise mehr als 6h ab. [...]