Arte hatte ja gestern irgendwie einen wunderbaren Fotografie-TV-Tag. Nach Toscani folgte der deutsche Fotograf Peter Bialobrzeski mit seinen außergewöhnlichen Interpretationen der Megacitys der gesamten Welt. Architektur in einer anderen Weise sehen und verstehen. Wandel sehen, beobachten, verstehen und einen Schritt weit vorhersehen. Das tut er nicht nur in China, sondern auch in Südafrika, Indien, Kambodscha und in vielen anderen Ländern.
Interessant ist die Dokumentation besonders insofern, weil Sie den Fotografen bei seiner Arbeit direkt begleitet, seine Arbeitsweise so ein Stück weit transparent macht, den Fotografen zu Wort kommen lässt und spannende Gespräche zwischen dem Architekten Volkwin Marg und Peter Bialobrzeski zeigt. Darüber hinaus erläutert Herr Bialobrzeski an vielen Stellen seine innerliche Einstellung zu seinen Bildern und seiner Herangehensweise. Einblicke, die man selten so intensiv erlebt.
Die Bilder selbst haben einen sehr starken Charakter, der sich schwierig in Worte fassen lässt. Zum Glück lässt das Autoren-Team dort auch genügend Freiraum, um einmal ein Bild in Ruhe zu betrachten. Leider werden nur an einigen Stellen Bilder durch Hineinzoomen etwas in ihrem Wert gemindert.
Nichtsdestotrotz sollte man definitiv sich diese knapp 52 Minuten Zeit nehmen, um Peter Bialobrzeski durch seine Tour quer durch die Welt mit seiner Kamera zu begleiten.

