So da sind wir wieder. Gestern Abend war also die Folge drei der fünfteiligen Suche nach dem “neuen Nachwuchsfotografen” durch Arte geflimmert.
Wie immer wurde Toscani mit seiner eigenen Werbung vorgestellt und wie immer folgte der unglaublich (beknackte) Jingle.
Als das überstanden war, ging es wieder an den runden Tisch. Toscani erzählte, wie er zur Modefotografie gelangte und das er da eher reinstolperte, als das Er das geplant hatte. Darüber hinaus erzählt er das Modefotografie inzwischen eine “Monokultur” ist und jeder (im weitesten Sinne) das Gleiche tut.
Direkt dann fällt der Satz – “In der Kunst gibt es keine Demokratie. Wer demokratisch arbeitet, fabriziert Mittelmaß. [...] Konsens führt zum Mittelmaß.”
interessante Aussage und sicherlich nicht falsch. Ob das immer stimmt, wage ich aber zu bezweifeln. Aber seinen eigenen Stil konsequent durchzuhalten bzw. kontinuierlich zu entwickeln erscheint mir auch sinnvoller als etwas hinterher zu laufen.
Anschließend betritt Peter Knapp das Feld und erläutert etwas über die Modefotografie – der Mann der der kreative Artdirectorkopf hinter dem Magazin “Elle” war. Er begleitet dann die gesamte Aufgabe und die Besprechung die Fotografen.
.. dann betritt die nächste Figur die Szene. Claire Isambert – zuständig für das Arte – Magazin. Sie sollen ein Cover für das Magazin fotografieren mit dem Ziel die “Pariserin von heute” in das Cover zu konvertieren. Nicht ganz einfach. Das scheint allen im Raum klar zu sein, deshalb wird erstmal ein wenig diskutiert was man sich denn genau unter einer “Pariserin” vorstellt.
Peter Knapp wirft darauf meiner Meinung nach die wichtigste Aussage ein – “Eine Pariserin ohne Eiffelturm oder Arc de Triomphe – das Sie alleine ikonisiert – ohne Ikonen daneben [...].”
Nächster wichtiger Satz folgt von Claire Isambert – “Ein Titelbild muss binnen zwei Sekunden entschlüsselt werden können.” Faktum – denn länger wird man beim Vorbeilaufen nicht auf das Cover schauen.
Dann wird der Designer Jean-Charles de Castelbajac vorgestellt, der die Kleider für das Shooting stellt – die Models hat er ebenfalls ausgesucht. Kurz darauf erklärt er noch, dass er noch vielleicht einen oder mehrere Fotografen für zukünftige Kataloge sucht. Was für ein Angebot. Hier ein kleines Behind the Scenes Video dazu.
(Quelle: photoforlife.arte.tv)
Dann geht es los. Zwei Fotos sollen erstellt werden – jeder eines mit einem zugelosten Model und jeder eins mit ein und demselben Model – also alle das gleiche Model und Kleid.
Das Gewusel nimmt seinen Lauf. Einige scheinen sich Gedanken gemacht zu haben, andere gar nicht. Als dann die ersten querformatigen Aufnahmen gemacht werden, zuckt mein Auge doch dezent. Zum Glück lassen Toscani und Knapp die Leute nicht ins Messer laufen, sondern helfen, wo Sie nur können. Es regnet – erschwerte Bedingungen.
Matthieu arbeitet dann mit einem sehr starken Weitwinkel – uff – das würde ich nicht so in der Form wagen. Wie auch immer – trotz regen, Model und diversen Locationwechsel sind dann alle fertig.
Zurück im Studio folgt der Druck und die Besprechung.
Und das ist aus meiner Sicht dann wirklich “classy”. Zwei Kunden – der Modeschöpfer und Frau Isambert, die Zuständige für Arte und zwei Künstler – Knapp und Toscani.
Da scheiden sich die Geister. Der eine sagt dies geht gar nicht – der andere merkt an “da fehlt ein Arm – was ist da los?”, der Nächste antwortet “Ich finde es gut, aber schlecht gemacht.”(Toscani) dann der Konter vom Modeschöpfer “Der Fotograf hat verstanden was ich ausdrücken will. Es gibt ja auch Leute ohne Arme.”
So wird im Prinzip jedes Bild durchgegangen – sehr kontrastiv verhalten sich die Meinungen. Letztlich landet die Auswahl auf drei Bildern. Eins von Matthieu und zwei von Coline. Alle werden eingepackt und sollen noch mit der Artdirectorin von Arte abgestimmt werden. Cliffhanger.
Ende der Durchsage – heute Abend dann Werbefotografie.
Hier noch ein kleines Backstage Filmchen mit Toscani.
(Quelle: photoforlife.arte.tv)


Gucke mir die Serie nun ebenfalls regelmässig an und finde sie eigentlich ziemich gut (von der nervigen Musik mal abgesehen).
Würde mich allerdings freuen, wenn du auch ein wenig deine eigene Meinung zu der jeweiligen Sendung schreibst, weil die Sendung selbst kanm man sich ja im Video anschauen. Ich hab in diesem Eintrag immer ein wenig auf deine eigene Meinung gewartet.
Hi pablo,
da hast du recht
Check mal den #4er Artikel, da wirst du dann verstehen warum.
Erst labern sie alle groß, dass man die Pariserin ohne Eifelturm erkennen muss und schließlich landen zwei Fotos mit dem Turm in der engeren Auswahl. Ah ja, da hat die Frau vom Arte Magazin sich wohl selbst nicht so recht zugehört.