Vor längerer Zeit habe ich mal was geschrieben, nämlich, dass Ich ein photoshoppender Fotograf bin und kein fotografierender Photoshopper. Ich stehe nachwievor ohne wenn und aber zu diesem Satz, leider muss ich mir an einigen Stellen hin und wieder eingestehen, dass mein fotografisches können noch nicht so fortgeschritten ist, sodass ich mich gerne bei Photoshop bediene und etwas nachhelfe. Allerdings kann ich feststellen, dass ich seitdem ich eine Hasselblad 500 C/M habe (mit wunderschönen Lichtschachtsucher!) wesentlich konzentrierter fotografiere. Diese Konzentration überträgt sich auch auf andere fotografische Tätigkeiten, mit anderen Systemen und anderen Möglichkeiten.
Inzwischen habe ich auch das erste Mal ein Kleinbildnegativ vergrößert und direkt dabei mein Verständnis für die Fotografie im Allgemeinen erweitert. Dazu gehört auch die Feststellung nach “Nachbearbeitung” schon immer dazugehört und immer dazugehören wird – sei es durch eine andere Zeitkombination beim Entwicklungs/Wasser/Stoppbad, durch die Gradation der Lampe beim Entwickeln oder durch Abwedeln und Nachbelichten.
Aber vor alle dem habe ich etwas anderes festgestellt – je purer die Fotografie, desto eher gefällt Sie mir, dennoch kann Nachbearbeitung ein legitimes Mittel zur Aufwertung einer Aufnahme sein, nur wenn die Bearbeitung sich vor das Bild spielt, dann läuft etwas falsch (für mich). Die Fotografie muss nicht analog sein, wie inzwischen viele immer mit dem Hammer in den Kopf einschlagen wollen oder möchten – nein die Konzentration muss sichtbar werden. Das geht digital und analog – der analoge Vorteil ist, dass man ja weiß, dass der Film es nicht zulässt dauerhaft “Probe zu fotografieren”.
In zwei Sätzen, was ich hier versuche zu sagen, was mir wirklich schwer fällt ist….
Konzentration. Legt den Fokus auf das Bild.


