Addicted2… Around The World – Teil III: Ostasien

January 13, 2011
Fabian Pitzer

… Bangkok (1). Drehkreuz in Ostasien sowie Landeshauptstadt von Thailand. Dort habe ich im Idealfall über drei Ecken eine Bleibe, auf die ich aber später zurückkommen werde, denn ich werde erst mal nicht lange in Bangkok bleiben, sondern nordwärts Richtung Veintiane (2) ziehen. Jetzt fragt ihr euch sicher: Wieso? Ist der verrückt? Bangkok ist doch ein absolutes Highlight!! Ja, das ist es und ich werde ungefähr 2 Monate später Gelegenheit haben die exzellente Thailändische Küche , den Großen Palast nebst Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragdbuddhas), die schwimmenden Märkte den Desuit Park oder die Kanäle von Thon Bui mit einem Longboot zu erkunden. Dank Friendshipabkommen mit Thailand erhält man das Visum für Laos relativ bequem entweder in der Laotischen Botschaft in Bangkok oder direkt an der Grenze.

Über die Thai-Lao-Freundschaftsbrücke gehts dann direkt nach Vientiane (2), der Hauptstadt von Laos. Diese, sehr von französischer Kolonialarchitektur geprägte Stadt, birgt so einige Schmankerl: Das Monument des Morts, der quasi den Arc de Triomphe in Laos darstellt sowie dem laotischen Nationalsymbol Pha That Luang, eine buddhistische Stulpa aus dem 16. Jahrhundert, alles schön mit Gold verziert, sehr nett das Teil… Was gibt es dort noch zu sehen? Einen sehr schicken alten Tempel genannt Wat Si Saket. Was gibt es dort nicht? Touristen! Ich freue mich jetzt schon darauf diesen Wandersocken tragenden, kurzhosigen Jesuslatschentouristen entflohen zu sein. Laos ist Outback, wird von vielen Touristen gemieden, weil im Land leider noch immer viele Blindgänger und Mienen aus dem Vietnamkrieg liegen. Ein grausames Relikt, welches jedes Jahr vielen Bauern und Kindern in diesem relativ armen Land zum Verhängnis wird.

Nördlich von Vientiane zwischen dem Mekong und seinem Nebenfluss Nam Khan liegt die alte Königsstadt Luang Prabang. Die Stadt ist mit 50.000 Einwohnern für Ostasien ein Kaff, dennoch birgt es einige sehr unberührte Sehenswürdigkeiten… warum sage ich eigentlich unberührt? Weil alles in Laos verhältnismäßig unberührt ist… wie z.B. dem alten Königspalast Ho Kham, zahlreichen Tempelanlagen. Sehr eindrucksvoll soll auch der Nachtmarkt am Fuße des Phousi-Berges sein, da man da ungestört dem Treiben der Einheimischen folgen kann.

Unweit der Stadt ca. 25km nörlich liegt ein sehr eindrucksvoller Kalksteinhöhlenkomplex, der sicher einige gute Bilder birgt, sofern man es ihm entlockt. Ebenfalls nahe Luang Prabang gelegen liegt der Kuang Xi Wasserfall, ein aus Kalksteinkaskaden aufgebauter Wasserfall, der sicher eine Tageswanderung wert ist. Von dort aus geht es weiter nordwärts in die sehr abgelegene Provinz Phongsali. Hier befindet man sich nun endgültig abseits jeglicher Tourismuspfade. Im Bergland kann man perfekt auf Booten ganze Tagestouren durch den Dschungel machen, ein absolutes Naturerlebnis.

Von Muang Mai aus gehts dann über die Grenze bei Điện Biên nach Vietnam, genauer nach Sa Pa (3). Die Stadt liegt auf ~ 1600m Höhe und bietet nicht nur einen herrlichen Ausblick auf Vietnams höchsten Berg Fan Si Pan (3134m), sondern ist Ort zahlreichen Minderheiten des Landes und somit nicht nur landschaftlich sonder vor allem auch kulturell ein Highlight. Von Sa Pa aus werde ich mich westwärts in die Umgebung von Hanoi (4) bewegen. Um Hanoi selber lassen sich wohl einige lohnenswerte Tagesausflüge zu den schönsten Pagoden und Kultstätten des Landes unternehmen. Hanoi selbst wird mit Sicherheit einer der Highlights meiner Weltreise schlechthin. Die Stadt wurde früher schon “Venedig des Ostens” genannt, als Städte wie Singapur, Bangkok und Jakarta noch Sumpfland waren. Die Stadt ist sehr stark von Kolonialarchitektur geprägt und von einigen Neben- und Seitenarmen des roten Flusses durchzogen, wodurch sich auch der Spitzname ableiten lässt. Die Stadt bietet eine labyrinthartig angelegte Altstadt, das Ho-Chi-Minh-Mausoleum sowie dessen Wohnhaus und einen um das Jahr 1070 errichteten Literaturtempel. Die zahlreichen Pagoden und Tempel befinden sich hingegen hauptsächlich außerhalb der der Stadt.

Von Hanoi aus geht es weiter nordwärts bis zum Golf von Tonkin über Haiphong nach Ha Long. Dort erwartet mich wahrscheinlich eines der atemberaubendsten Naturwunder der Erde: die Ha Long Bucht. Wer James Bond – Der Morgen stirbt nie gesehen hat wird um die Schönheit dieser Bucht wissen. An der Küste ragen Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere Hundert Meter hoch, aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, auf dem die Bucht beheimatet ist, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe. Wenn ich hier nicht die Bilder des Jahres schieße fresse ich nen Besen :-P

Von Haiphong aus gehts wieder kurz über Hanoi, durch die Trockene Ha Long Bucht bei Ninh Binh (auch Kalksteinfelsen allerdings zwischen Reisfeldern, statt Wasser) zu den von Pinienbäumen gesäumten Stränden bei Vinh. Auf dem Weg dahin durchquert man noch ein paar Naturpars bzw. Reservate, die sicherlich auch einiges an Fauna zu bieten haben, mal sehen. Weiter in südlicher Richtung gelangt man nach Phang Nha in der Nähe von Dong Hoi. Phang Nha ist mit 65-70km die älteste und größte Karstformation mit dem grösten Höhlensystem der Welt. Ich denke das wird der absolute Wahnsinn, die UNESCO sieht das übrigens ähnlich wie ich und erklärte es zum Weltkulturerbe. Weiter südlich gelangt man irgendwann nach Hue, der alten Kaiserstadt. Leider ist die Stadt im Vietnamkrieg während der Ted Offensive fast dem Erdboden gleichgemacht worden. Glücklicherweise steht die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt noch sowie die reizvolle Linh Mụ-Pagode und einige Kaisergräber. Von Hue aus gehts dann über den Wolkenpass weiter südwärts über Da Nang nach Nha Trang, dem “Nizza des Orients”.  Sicherlich werde ich einige Auflüge ins zentrale Hochland machen, das entscheide ich dann aber spontagn vor Ort, Mui Ne mit seinen Dünenlandschaften wird aber sicher dabei sein. Nächste großes Ziel wird Saigon (7), auch “Paris des Orients” geannt. Die quirlige, kosmopolitische Metropole am Mekong steht mit ihrer Moderne im krassen Gegensatz zum konservativen Hanoi. Nun was gibt es in diese Metropole zu sehen: Das alte Chinatown Cho Lon, den Präsidentenpalast und zahlreiche Märkte. In der Umgebung von Saigon kann man sich die alten Vietcong-Tunnel von Cu Chi anschauen. Nach so viel Quirl und Trubel flüchte ich über das von Kanälen durchzogene Mekongdelta auf die Insel Phu Quoc (8), eine Perle im Golf von Thailand und zum Glück (noch) touristisch wenig erschlossen. Da werde ich erst mal ein paar Tage die Seele baumeln lassen und mich unter Palmenhainen am Traumstrand entspannen…

Nach Phu Quoc gehts Richtung Kambodscha in die Hauptstadt Phnom Phen (9). So langsam fängt auch Kambodscha in der kapitalistischen Welt aufzugehen, und mich wird wahrscheinlich eine sehr dynamische Stadt mit viel Trubel erwarten. Auf jeden Fall schau ich mir die “Killing Fields” von Choeung Ek an, einem Mahnmal an den Völkermord den die Roten Khmer in den 70er und 80er Jahen angerichtet haben. Weiter geht es nordwärts nach Siem Reap (10) in dessen Nähe sich die Tempelanlage Angkor Wat befindet, ein weiteres kulturelles Highlight dieser Weltreise. In der Umgebung befinden sich noch zahlreiche mehr oder weniger touristisch erschlossene Ahnentempel, die besonders im Morgenlicht ein tolles Motiv abgeben sollen. Von Siem Reap gehts zum Tonle Sap, dem größten See Kambodschas, auf dem es schwimmende Märkte geben soll.

Nun verlasse ich Kambodsch und reise zurück nach Thailand genauer nach Bangkok zurück, da ich dort eine meine Reisebegleiterin einsammeln werde, die hoffentlich wohlbehütet in Thailand eintreffen wird. Nun haben wir Gelgenheit diese fantastische Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen. Was es dort so zu erleben gibt, habe ich ja schon am Anfang erläutert. Nach dem kurzen Abstecher in Bangkok gehts wieder westwärts nach Khorat (11), eine Stadt in dessen Umgebung viele Tempeln aus dem alten Khmer-Reich zu finden sind. Immerweiter geht es nordwärtszu den Nationalparks von Loei (12) in dessen Nähe sich  auch ein Nachtmarkt in Namsom gibts, auf dem man anscheinend der einzige Ausländer weit und breit ist…

Von dort aus wird die reise westwärts nach Sukhothai (13), einer alten historischen Stadt aus dem 13. Jahrhundert. Die Ruinen gehören zu den schönsten und faszinierendsten Städten in Thailand. Eventuell, je nach Zeitfenster werden wir nach Chiang Mai in Nordthailand reisen, das die alte Hauptstadt des Lanna-Reichs ist und mit einigen burmesischen Tempelanlagen aufwarten kann.

Von Sukhothai aus gehts wieder über Bangkok entweder ein paar Tage nach Ko Samet, einer (noch) weiteren Trauminsel im Golf von Thailand um die Seele baumeln zu lassen, oder wir reisen weiter Richtung Malaysia an vielen sehr sehenswerten Nationalparks die traumhafte Küste entlang zum Khao Sok National Park (14) und von dort aus ins Archipel von Ko Samui (15) ein weiterer Ort, um einfach nur zu chillen, sofern man eine einsame Bucht findet.

Danach ist die Weiterreise etwas ungewiss. Ich würde gern noch weiter südlich reisen, jedoch muss in Anbetracht der nicht unerheblichen Terrorismusgefahr abgewogen werden, wo man hinreisen kann, und wo nicht. Wie auch immer, letztendlich geht es wieder zurück nach Bangkok (1), denn da geht dann der Flieger nach Luala Lumpur, schnell die Petronas Towers knipsen und von dort au weiter über Los Angelos nach…

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  1. [...] This post was mentioned on Twitter by thorfit. thorfit said: RT @callehackenberg: Addicted2… Around The World – Teil III: Ostasien – http://bit.ly/fPPWz2 via @callehackenberg [...]

  2. Marc vm says:

    Leider entdecke ich den post erst jetzt, hätte dir sonst ne Menge Tipps geben können. Thailand, Laos und Kambodscha habe ich schon mehrfach bereist. Laos und Kambodscha zuletzt vor genau einem Jahr. Wo mir leider am vorletzten Tag die Festplatte mit fast sämtlichen Aufnahmen gestohlen wurde *heul*

    Ich denke mittlerweile hast du auch erlebt das es in Laos sehr wohl ne Menge Touristen gibt. Vor allem Franzosen und Amerikaner (nicht die “kurze Hose , Sandalen und Socken” Typen die du wahrscheinlich meinst), scharenweise aus dem Nachbarland Thailand und auch “wir” backpacker sind Touristen ;)

    Aber auch sonst hat sich in Laos in den letzten 5 Jahren eine ganze Menge im Bereich Tourismus getan. “Ecotourism” wird mittlerweile staatlich stark gefördert. Ich war beim letzten Besuch doch schon sehr überrascht wieviel sich da getan hat. Ob nun positiv oder negativ, das bleibt abzuwarten…

    Ich hoffe dir hat Beer Lao genauso geschmeckt wie mir.

    • Fabian says:

      danke! ich bin noch in arabien und erst im sommer in Laos, du darfst mir gerne viele tips für nordlaos geben, ich bin ganz ohr… ;-)

      gruß
      fabian

  3. Marc vm says:

    Ah, es klang als wärest du schon auf dem Weg dorthin. Sommer, Süd-Ost Asien, pack dir genug wasserfeste Sachen ein ;) Oder meinst du den Sommer vor Ort März-Mai?

    Zuallererst würde ich dir gerne nahelegen die Route ein wenig zu ändern. Da du ja auch vorhast eventuell nach Chiang Mai (am schnellsten via Nachtzug von Bangkok) zu reisen ;)

    Mach die zweitägige Mekong Bootstour von Houay Xai im Norden nach Luang Prabang, von dort aus könntest du entweder mit Laos Airlines direkt nach Vientiane weiter oder per Bus mit Zwischenstopp in Vang Vieng. Ebene der Tonkrüge, Thong Hay Hin, nicht zu vergessen, ich habe das bisher leider noch noch dorthin geschafft.

    Die Mekong Bootstour (slowboat) war ein landschaftliches Erlebnis aller erster Güter! Und wir haben eine Menge netter Leute kennengelernt die man in Laos immer mal wieder getroffen hat.

    Die Bootstouren kann man direkt in Chiang Mai mit Transfer, Visum etc. etc zur Grenze im Norden buchen. Man wird dann dort hin gefahren, pennt eine Nacht in Houay Xai (charmantes Grenzörtchen) und früh morgens geht es dann über die Grenze und auf den Fluss. Es gibt einen Zwischenstopp in Pak Beng (krass) und am nächsten Tag geht es dann nach Luang Prabang.

    Mehr gerne per email… Laos rockt.

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