Startpunkt am 15.01.2011 von Frankfurt a.M. aus ist Kairo (1). Richtig, es geht als Erstes ins Land der Pharaonen und Pyramiden. Auch wenn dieses Land leider touristisch sehr stark erschlossen ist, bieten sich doch noch so einige (fast) unberührte Flecken die ich versuchen werde zu bereisen. Kairo ist toll, alleine schon aus historischer Sicht, ich werde mich jedoch nicht sehr lange dort aufhalten denn in Arabien ist mein Zeitplan leider (selbst verschuldet) etwas straff. Deshalb gehts von Kairo aus über die westlichen Oasen in die Weiße Wüste (2) (el-sahara el-beida) bei Farafra (3). Dort ragen einmalige bizarre Kalksteinformationen aus der Wüste. Von dort aus gehts über die anderen Oasen Dakhla und El Kharga (4), nach Luxor (5). Ich hoffe mein Sensor verkraftet den Staub
Luxor bietet so ziemlich alles was man von Ägypten erwarten würde. Zahlreiche Pyramiden, Tempel & Gräber. Um einige ehrwürdige Orte zu nennen: Der Tempel von Karnak & die Totenstadt Theben West. Leider dementsprechend touristisch, lässt sich wohl aber nicht vermeiden. Von Luxor aus gehts den Nil nordwärts hoch. Der Nasserstausee ist zeitmäßig leider nicht drin, auch wenn ich weis, dass es dort vieles zu sehen gibt (z.b. in äußersten Süden Abu Simbel). Das Niltal bietet selbstverständlich zahlreiche kulturelle Schätze wie dem Hathor-Tempel bei Dendera, dem Tempel von Sethos I., die vom Baumwollanbau geprägte Stadt Assiut nebst historischem Bazar weiter nach El-Minia (6), von wo aus man einen grandiosen Blick über Zehntausende Kuppelgräber hat. Nahe der Stadt befinden sich die Gräber von Beni Hassan nebst hübschen Wandmalereien. Weiter gehts den Nil nordwärts über Kairo (1) nach Suez (7) von wo aus ich die Fähre nach Aqaba (8) in Jordanien nehmen werde. Grenzübergang Taba scheidet aus, wegen dem israelischen Einreisestempel, der ein weiteres Reisen nach Syrien verhindern würde.
Von Aqaba aus gehts ins Wadi Rum (9), ein weiteres Highlight in dieser Region mit einmaligen schroffen Felsformationen zwischen Wüstensand. Falls ihr jetzt an Sommer, Sonne Palmen etc denkt muss ich euch enttäuschen. Um diese Jahreszeit kanns in Jordanien teils sehr frostig werden, und angeblich soll sich die Wüste sogar teilweise in ein grünes Meer verwandeln ich bin gespannt…
Was gibt es in Jordanien noch zu sehen? Petra (10) natürlich. Wer Indiana Jones Fan ist weis wovon ich rede. Die ehemalige Hauptstadt der Nabatäer bietet mitten in Fels gehauen einen beeindruckenden Grabtempel (Khazne al-Firaun) der auch im Film als Kulisse diente und ein römisches Theater. Zieht man von Petra aus nordwärts kommt man nach Dana (11) in dessen Nähe sich einem eine einmalige Canyonlandschaft bieten soll (ich bin gespannt). Von dort aus geht es weiter nach Amman (12) der Hauptstadt. Ich habe für Jordanien nur 4-5 Tage eingeplant, das ist zwar knapp, jedoch möchte ich mehr Zeit in Syrien verbringen.
Syrien, so scheint es, wird immer wieder auf der Landkarte übersehen. Schade eigentlich, bietet dieses Land doch so ziemlich alles was die beiden größten Hochkulturen (neben Ägypten) hinterlassen haben. Römische Theater, alte verfallene griechische Tempel mitten in der Wüste, Kreuzritterburgen etc… Bei ar-Ramta werde ich die Grenze überqueren und nach Bosra (13) vorstoßen. In der alten römische Stadt kann man eine sehr eindrucksvolle Zitadelle nebst römischem Theater besichtigen sie zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Von dort aus gehts in die Landeshauptstadt. Kulturelles und spirituelles Zentrum ist einer der ältesten Städte der Welt: Damaskus (14). Diese Schnittstelle der Hochkulturen hat natürlich zahlreiche kulturelle Güter zu bieten, wie z.B. der Umayyaden-Moschee, der Zitadelle und der Ananias-Kirche (eines der ältesten christlichen Sakralbauten). Falls ich mein Augenlicht verlieren sollte, weis ich bescheid wo ichs vielleicht wiederbekomme
. Einen kleinen Abstecher genehmige ich mir von Damaskus aus nach Maalula, eine in den Fels gehauene Stadt, ich schätze mal das wird ein weiteres fotografisches Highlight.
Reist man weiter nach Norden, befindet sich in der Nähe von Homs ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe: Die Kreuzritterburg Krak des Chevaliers (15) die eine der schönsten des Orients sein soll und auf einem 750m hohen Berg thront. Glücklicherweise befindet sich nicht allzuweit nahe Qala’at Al Mudiq die antike Stadt Apameia (16), die schon Alexander der Große unter dem Namen Pella zu seiner Residenzstadt ausbauen ließ. Die heutigen Ruinen stammen aber fast ausschließlich aus der römischen Zeit. Und der kulturellen Highlights nicht genug, es geht weiter nach Nord-Osten nach Palmyra (17) einer weiteren, wenn nicht sogar DER antiken Oasenstadt überhaupt. Strategisch wichtig auf der Seidenstraße gelegen entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum. Menschliche Spuren lassen sich bis 75.000 Jahre zurückverfolgen, ab etwa 1900 v. Chr. gewann die Stadt an Bedeutung. In den weitläufigen Ruinen lassen sich heute einige sehr beeindruckende Tempel und ein Theater besichtigen, dass der Ort selbstverständlich UNESCO Weltkulturerbe ist, versteht sich von selbst.
Nach all den römischen und griechischen Städten geht es nach Aleppo (18) der erste “Welthauptstadt des Islams”. Die Stadt ist nicht zuunrecht UNESCO Weltkulurerbe, und dass das natürlich ein Eldorado für jeden Fotografen ist, versteht sich von selbst. Um Aleppo herum gibt es einige “tote Städte” die ich je nach Zeitfenster auch noch besuchen werde aber das überlasse ich dem Zufall. Auf jeden Fall möchte ich noch Syriens Küste bei Lattakia (19) erleben, an der sich ein paar Kreuzritterburgen tummeln. Das einzige Problem ist, dass ich bis zum 13.02.2011 wieder in Amman (12) sein sein muss, da von dort aus meine Reise in den Oman genauer nach Muskat führen wird. Dort habe ich 3 tage Aufenthalt, was mir hoffentlich wieder ein paar schöne Aufnahmen einhandeln wird, bevor es weiter nach…. nee soviel wird noch nicht verraten


