Hallo,
weit abgeschnitten von fotografischem Material, ein fröhliches “Hallo” aus dem beschaulichen Lörrach. Da es ja in Deutschland mitlerweile richtig frostig ist, leite ich einfach mal den Winter ein. Hier in Lörrach ist es auch schön kalt, es gibt im Moment zwar weder Eis- noch Kugelhagel aber die Schweiz ist ja nicht weit und deshalb möchte ich euch als Einstimmung auf die Winterzeit ein paar Bilder und Eindrücke aus Graubünden mitbringen.
Graubünden ist ja weithin als Skifahrerparadies sehr geschätzt, zudem ist es auch fotografisch recht intressant. Die Orte sind fast alle im für diese Region typischen Baustil erbaut und auf dem Julierpass finden sich noch heute Spuren der römischen Zivilisation, die den Pass vor über 2000 Jahren erschlossen haben.
Ist Savognin beschaulich, ruhig und vor allem sehr traditionell, findet man in St. Moritz fast nur Rummel, Lärm und jede Menge Snobs die sich auf engstem Raum in diesem Skigebiet tummeln. Ich frage mich wie man noch dafür extra Geld ausgeben kann um noch weniger Platz auf der Piste zu haben, aber nun ja, wers braucht…
Es gibt doch nichts angenehmeres als sich bei einer warmen Tasse Tee vor den Kamin zu setzen und die Aussicht auf die umliegenden 3000er zu genießen. Nach ausgiebigem Ausschlafen packte ich meine Kameraausrüstung (damals noch eine funktionierende K20D + Glas + Filter) besorgte mir eine Fahrkarte und betrat den Rundwanderweg. An mir geeignet erscheinender Stelle verließ ich den Pfad und ging querfeldein durch immer tieferen Schnee bis ich zu einem Abrund kam (glücklicherweise bemerkte ich den Abgrund). Die Ausbeute der Tortur: Immerhin 2 halbwegs gute Bilder, zu den Bildern später aber mehr. Insgesamt war der Ausflug sehr schön, bis auf die durchgefrohrene Jeans war alles noch dran.
Bild 1: Früh übt sich, wer Profi werden will
Bild 2: Der erste Schnee fällt (noch in Deutschland) und die Mutti freut sich
Bild 3: Savogning bei Nacht, die Kapelle ist nicht nur von außen schön
Bild 4 + 5: Abseits der Pfade, hoch über den Wolken… An dieser Stelle eine kleine Demonstration des Cokin-Filtersystems: Ich kann es nicht empfehlen, da es überhaupt nicht Farbneutral ist, im Vergleich zu Lee oder HiTech sind die Filter absolute Gurken! Um den Effekt zu sehen ladet ihr am besten die beiden Bilder runter, oder ihr schaut sie euch größer auf meinem Flickr-Stream an.
Bild 6: Hütte am Wegesrand. Die sehen nicht nur gemütlich aus, sie sind es auch!








Hallo Fabian,
du schreibst "An mir geeignet erscheinender Stelle verließ ich den Pfad und ging querfeldein durch immer tieferen Schnee bis ich zu einem Abrund kam (glücklicherweise bemerkte ich den Abgrund)." – Obschon ich deinen Beitrag und die Fotos toll finde, hat mich dieser Satz extrem genervt! Es kostet uns jedes Jahr zig-Millionen Franken, nicht ortskundige Touristen aus irgendwelchen misslichen Lagen zu befreien: Abgestürzt, eingeknickt, für Rückweg nicht (mehr) fähig, vom geänderten Wetter überrascht, leicht oder schwer verunfallt – und leider jede Saison ca. 30-40 Tote in unseren Alpen. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um übermütige, nichts ortskundige Touristen, die eben nur meinen, die Lage richtig einschätzen zu können. Und viele haben dabei noch die arrogante Haltung wie "die retten mich dann schon, wenn etwas passiert, die Schweizer sind gut in sowas…" (dieser Satz kam mir 1:1 schon zu Ohren!). Also lieber Fabian, bitte nicht falsch verstehen: Danke für den tollen Beitrag, aber bleib künftig bitte auf den markierten Wegen, zu Fuss oder auf der Skipiste. Vielen Dank!
@ Dietmar Bachmann:
Das ist natürlich völlig verständlich, zudem nehme ich diese Haltung: "Die retten mich schon" nicht ein. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass es nicht wirklich gefährlich war. Ich bin lediglich zwischen den Skipisten max. 30m neben dem nächsten Lift durch den Schnee gestiefelt. Der Abgrund war auch nicht wirklich tief und ich wäre ca. 2-3m in den Tiefschnee gefallen. Es war auch nicht abseits der offiziellen Piste, nur dort wo sie eben unplaniert ist, keine Angst ich habe mich nicht wirklich in Gefahr gebracht oder irgendwen gefährdet, noch hätte ich irgedwelche Lawinen etc. auslösen können. Lediglich meine Jeans ist etwas nass geworden.
Freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat